Fitness-Update I Der Weg zurück ins Studio

Hallo!

Heute möchte ich dir meine „Fitness-Story“ erzählen. Ich bin kein Fitness-Model und auch kein Fitness-Blogger, aber ich treibe gerne Sport und versuche gesund zu leben. Das war aber nicht immer so.

IMG_5654n

Als Kind war ich zwar nicht dick, aber super unsportlich. Ich konnte keinen Radschlag, nicht schnell laufen oder springen und war immer lieber drinnen und habe gelesen anstatt draußen zu sein. Im Sportunterricht wurde ich als letzte gewählt. Ich war in keinem Verein, bin nur ab und zu Fahrrad oder Inliner in meiner Straße gefahren.

Als ich dann 11 oder 12 Jahre alt war, habe ich angefangen zu tanzen. Videoclip Dancing hieß das damals noch J Und das war etwas, was mir richtig Spaß gemacht hat! Ich habe dann irgendwann die Tanzschule gewechselt und war regelmäßig beim Training. Hip-Hop, Jazz, Modern, Ballett-Training – alles war dabei und ich habe es geliebt. Leider ist Tanzen nicht besonders gut für die Gelenke und mit 17 oder 18 waren dann meine Knie so kaputt, dass ich aufhören musste. Um trotzdem etwas für mich zu tun, habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet. Da kam gerade der große Hype und alle waren angemeldet. Ich bin aber nicht gerne hingegangen, hatte keine richtige Motivation und habe auch keine Veränderung an mir gemerkt. Nach ein paar Wochen war der Abschnitt auch vorbei.

Zu der Zeit habe ich ca. 6kg mehr gewogen als jetzt. Das ist vielleicht nicht besonders viel, aber rückblickend kann man schon einen Unterschied sehen. Ich habe nicht auf meine Ernährung geachtet, zu viel und zu ungesund gegessen. Dann hat sich mein Leben durch eine schlimme Trennung schlagartig verändert. Ich habe innerhalb von wenigen Wochen fast 9 Kilo abgenommen, weil es mir psychisch so schlecht ging. Aber als ich dieses Loch überwunden hatte, habe ich zu mir selbst gefunden. Das hört sich jetzt so theatralisch an, aber ich konnte mich das erste Mal nur auf mich selbst konzentrieren. Auf mich, meine Wünsche, Bedürfnisse und meinen Körper. Ich habe meine Ernährung umgestellt, weniger und gesünder gegessen und dann entdeckte ich durch eine Freundin Pole Dance.

IMG_6707n

Warum ich Pole Dance so liebe und warum es besser ist als sein Ruf, kann ich dir gerne mal ein anderes Mal erzählen. Auf jeden Fall wurde ich da wieder zum Sport motiviert. Zu den besten Zeiten war ich drei Mal die Woche beim Training, es hatte höchste Priorität. Ich war super flexibel, fit, nur meine Kraft ließ zu wünschen übrig. Pole Dance verlangt sehr viel Kraft im ganzen Körper und am Anfang siehst du schnell Erfolge und baust Muskeln auf. Ich habe jedoch einen großen Fehler gemacht.

Wie wahrscheinlich jede Frau war ich nicht zufrieden mit meinem Körper und wollte gerne etwas abnehmen. Also habe ich nach den 1,5 bis 2 Stunden Training am Abend fast nichts mehr gegessen. Hoher Kalorienverbrauch und abends fast nichts essen = abnehmen. Das war in meinem Kopf. Kein Wunder also, dass ich keine Kraft aufgebaut habe. Nach ca. einem dreiviertel Jahr war also mein Zenit erreicht, die Frustration dementsprechend hoch und zu der Zeit habe ich mein Fernstudium begonnen. Das führt alles dazu, dass das Pole Dancing immer weiter in den Hintergrund geraten ist. Ich habe mich dann noch einmal bei einem anderen Studio angemeldet, aber konnte mich nicht mehr richtig aufraffen.

IMG_2967

Das war im Frühling letzten Jahres. Als mein Vertrag ausgelaufen war, habe ich mir dann vorgenommen, zu Hause zu trainieren, was die meiste Zeit ganz gut funktioniert hat. Der Tiefpunkt kam dann aber letzten Herbst, als ich eine Blinddarmentzündung bekam und sechs Wochen gar keinen Sport machen durfte. Als ich dann wieder konnte, kamen einige private Veränderungen und der Winter. Motivation gleich Null.

Im Februar/März diesen Jahres habe ich dann gemerkt, dass ich überhaupt nicht mehr fit bin. Alles war anstrengend, ich bin kaum noch Treppen gelaufen und hatte das Gefühl, wieder zugenommen zu haben. Ich hab mich unwohl und schlapp gefühlt. Ich fing wieder mit Training zu Hause an und habe meine Pole Stange aufgestellt, die ich mir damals mal gekauft hatte. Leider musste ich feststellen, dass ich absolut keine Kraft mehr hatte! Also habe ich den Entschluss gefasst, mich doch wieder im Fitnessstudio anzumelden, um langsam meine Muskulatur aufzubauen. Glücklicherweise gibt es ein Studio direkt bei mir um die Ecke. Die Hemmschwelle dorthin zu gehen, ist also sehr niedrig ;)

Seit Mitte April bin ich also wieder im Studio und ich bin überrascht, wie gut es mir gefällt! Seitdem ich angemeldet bin war ich jede Woche drei Mal dort (ausgenommen ein paar Tage, in denen ich erkältet war).

IMG_5757n

Ich muss dazu allerdings sagen, dass 1. mein Masterstudium fast vorbei ist, ich 2. in Teilzeit arbeite und daher nicht zu den Stoßzeiten hingehen muss und 3. das Studio mehr anbietet als reines Gerätetraining. Also alles sehr gute Voraussetzungen.

Mir war wichtig, dass ich auch Kurse belegen und vielfältig trainieren kann. Ich wusste, das mir reines Gerätetraining nicht ausreicht und mich nicht genug motiviert. In meinem Studio kann sehr vielfältig traniniern und die Betreuung ist super. Die ersten sechs Wochen habe ich einen relativ leichten Bauch-/Rücken-Kurs gemacht und an den Geräten trainiert. Nur Kraft, kein Cardio. Seit zwei Wochen habe ich einen neuen Plan und trainiere im freien Bereich mit Gewichten, dem TRX und meinem eigenen Körper. Und ich liebe es!

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, ob es auch etwas gebracht hat. Ja, hat es! Das allerwichtigste ist, dass ich mich wieder fitter und „lebendiger“ fühle. Treppensteigen fällt mir wieder leicht, weite Strecken zu gehen und mal zur Bahn sprinten ist kein Problem mehr. Meine Haltung hat sich verbessert und ich bin ausgeglichener. Und auch ein paar Muskeln habe ich schon aufgebaut #babybizeps. Mir geht es aber in erste Linie nicht ums Aussehen, sondern um Kraft und ein gutes Körpergefühl. Und da bin ich meiner Meinung nach auf einem guten Weg. Zudem habe ich gelernt, ausreichend zu essen, vor und nach dem Training!

Alles in allem kann ich also sagen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und mich wieder gut fühle. Ich bin froh, dass ich nicht aufgegeben und meine Motivation wieder gefunden habe.

Ich hoffe, ich konnte dir zeigen, dass es sich lohnt, noch mal von vorne anzufangen. Auch ein kleiner Schritt hilft dir, an dein Ziel zu kommen.


 

Sharing is caring: Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+Print this pageEmail this to someone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.