Wie mich meine Weltreise zur Nachhaltigkeit gebracht hat

Mein Freund und ich versuchen in unserem Haushalt schon so gut es geht auf Plastik zu verzichten, indem wir bspw. Obst und Gemüse lose einkaufen und schon lange keine Plasiktüten mehr kaufen oder uns geben lassen. Trotzdem weiß ich, dass es da noch einiges an Nachholbedarf gibt. So richtig bewusst wurde mir das ganze Thema auf unserer Weltreise, und zwar wegen drei Dingen:

  1. Der enorm hohe Plastikverbrauch in anderen Ländern

Man kann es kaum glauben, aber in Deutschland sind wir anscheinend schon ganz gut darin, wenig(er) Plastik zu verbrauchen. Zumindest im Vergleich zu Sydney und den USA. In Sydney werden die Einkäufe im Supermarkt von der Kassiererin in Plastiktüten verpackt, und zwar großzügig. In den USA ist wirklich alles Plastik. Wirklich überrascht hat mich, dass man selbst in Restaurants und Cafés oft nur Plastikgeschirr und Pappbecher bekommt, selbst wenn man nicht „to go“ kauft. Schrecklich.

2. Der Minimalismus unserer Hosts

Wir haben fast ausschließlich in AirBnbs übernachtet. Es ist immer spannend zu sehen, wie andere Menschen ihre Wohnungen einrichten und was sie benutzen. Und da ist mir besonders in den Bädern aufgefallen, wie wenige Produkte dort stehen. Kein Vergleich zu dem, wie es bei mir zu Hause aussieht. Schon als wir noch unterwegs waren habe ich mir vorgenommen, nichts Neues mehr zu kaufen und erstmal alle Duschgels, Shampoos, Bodylotions, Seifen etc. aufzubrauchen. Das hat bisher auch gut geklappt und selbst einen Monat später habe ich mir bisher nur Gesichtscreme nachgekauft, weil ich keine mehr hatte.

3. Der Müll am Strand

Fidschi war das dritte Ziel während unserer Reise. Absolute Trauminseln mit Puderzuckerstränden. So die Vorstellung, und in den Resorts war das auf den ersten Blick auch tatsächlich so. Auf unserer kleinen Insel musste man aber nur einen Strand weiter gehen um zu sehen, dass die Idylle leider nur oberflächlich ist. Dort lag so viel Müll rum – Glasscherben, Plastikflaschen etc. Barfuß konnte man da nicht gehen. Der Müll kam nicht von den Bewohnern der Insel selbst, sondern wurde angespült. Natürlich wurde auch Müll an den Strand gespült, der zum Resort gehört. Der wurde aber regelmäßig im Sand vergraben. Das hat das Bild der Idylle leider zerstört, da Fidschi an sich wirklich eine traumhafte Natur hat.

Wie hat mich das also nun verändert?

Ich habe auf der Reise gemerkt, dass es woanders tatsächlich noch schlimmer ist, als bei uns. Aber ich habe auch gute Ansätze gesehen, die ich gerne umsetzen möchte.

Ich möchte versuchen, noch mehr auf Plastikverpackungen zu verzichten, insbesondere bei Pflege und Kosmetik. Als Alternative gibt es unverpackte Produkte, wie z.B von Lush, oder Glas-/Metallverpackungen.

Man kann Plastik auch reduzieren, in dem man größere Verpackungen kauft und die Produkte dann nicht so oft nachkaufen muss. Ich habe mir auch auf jeden Fall vorgenommen, weniger von diesen kleinen Reisegrößen zu kaufen, die es in der Drogerie gibt. Die stehen einfach in keinem Verhältnis zu dem Müll, den sie produzieren. Beim Gang durch die Geschäfte ist mir auch aufgefallen, wie viel Müll diese ganzen Geschenkverpackungen, die es jetzt zur Weihnachtszeit gibt, eigentlich produzieren. Ich werde dieses Jahr nur wenigen Leuten etwas schenken und versuche solche fertig verpackten Sets – so schön sie auch sind – zu vermeiden. Auch hier gibt es ja Alternativen: Selbst zusammenstellen und im Karton verpacken oder die Verpackungen wiederverwenden. Es gibt z.B. tolle Sets in Blechdosen, die man danach zur Aufbewahrung von anderen Dingen benutzen kann.

Kurzer Disclaimer: Ich weiß, dass ich noch meilenweit von einem wirklich nachhaltigen Lebensstil entfernt bin und noch viel zu verbessern habe. Aber ich finde, dass jeder Schritt in die richtige Richtung die Welt ein kleines bisschen besser macht.

Schaut auf jeden Fall auch mal bei der lieben Lou vorbei, die mich aktuell immer wieder inspiriert und tolle Ideen für ein nachhaltiges Leben hat.

Was haltet ihr von dem ganzen Thema? Wichtig oder übertrieben?


 

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