Dinge, die dir vor dem Berufseinstieg niemand sagt

Hallo!

Der erste Job ist super spannend und aufregend. Endlich kann man seine Kenntnisse in die Praxis umsetzen und etwas bewegen! Die Stelle ist herausfordernd, das Vorstellungsgespräch war super und du verdienst endlich richtiges Geld. Dem perfekten Start steht nichts mehr im Wege. Aber ziemlich schnell merkst du, dass einige Dinge anders laufen, als du dachtest. Hier meine kleine Zusammenfassung von Dingen, die dir oft keiner vorm Berufseinstieg sagt ;)

Berufseinstieg

1. Jede E-Mail ist ein Beweisstück

Diesen Punkt lernt man oft auf die harte Tour. Du hast eine Frage und schickst einem netten Kollegen eine kurze Mail, weil du nicht schon wieder deinen Vorgesetzten fragen willst (er hat es dir ja schon drei Mal erklärt). Oder du schreibst eine Mail in der du dich über die Prozesse in der Buchhaltung beschwerst – eigentlich nur an deinen Teamleiter. Oder du lästerst mit dem Kollegen aus dem anderen Büro per Mail über den Geschäftsführer. Ein bisschen Spaß muss ja sein!

Und vielleicht denkst du, dass nur du in allen Fällen eine Mail als Antwort bekommst. Aber du kannst dir nie sicher sein, dass der andere nicht plötzlich drei weitere Personen mit in die Unterhaltung nimmt, oder deine Mail sogar weiterleitet, ohne dass du es weißt. Manche Kollegen machen das nicht mit böser Absicht, aber auf einmal musst du dem Leiter der Buchhaltung erklären, was dich genau stört, obwohl du dir eigentlich nur ein bisschen Luft machen wolltest. Oder der Geschäftsführer steht ein paar Tage später plötzlich vor deiner Tür und fragt dich, was da eigentlich los ist.

So oder so, achte immer genau darauf, was du in eine Mail schreibst. Du weißt ja, das Internet vergisst nichts, und erst recht nicht die E-Mail-Server eines Unternehmens.

2. Gute Leistung allein bringt dich nicht weiter

Im ersten Job gehst du hochmotiviert an die Arbeit, arbeitest mehr als du musst aber nach ein paar Monaten oder Jahren bist du noch genau da, wo du vorher auch warst. Und du fragst dich warum? Leider ist es oft so, dass man neben guten Leistungen vor allem auch sich selbst präsentieren muss. Wer nicht auf sich aufmerksam macht, wird nicht von allein gehört. Daher musst du die Weiterbildung, das nächste Karrierelevel, das größere Projekt oder mehr Gehalt irgendwann einfach einfordern. Und du wirst merken, dass manche Leute sogar ohne besondere Leistungen weit kommen, einfach weil sie „laut“ sind. Lass dich davon nicht einschüchtern, aber sei dir bewusst, dass etwas Selbstmarketing bei deiner Karriere nicht fehlen darf. Falsche Bescheidenheit bringt dich nicht weiter.

3. Wer dazugehören will, muss etwas dafür tun

Selbst wenn dein Team super nett ist, wirst du nicht richtig dazugehören, wenn du nicht auch mal etwas von deiner Freizeit opferst. Wenn du das nächste Mal zum Feierabend-Bier oder zum Mittagessen eingeladen wirst, solltest du zusagen. Wer immer absagt, wird irgendwann nicht mehr gefragt und ist raus. Außerdem kommen bei solchen Treffen die interessantesten Storys auf den Tisch ;) Und: kleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Bring also ruhig mal einen Kuchen mit (zumindest am Geburtstag) oder etwas Süßes. Da freut sich jeder drüber und es macht einen super Eindruck.

4. Neue Ideen kommen leider selten gut an

Als Berufsanfänger sprudelt man nur so vor Ideen und möchte die ganzen Theorien die man so oft gelernt hat, endlich umsetzen. Leider sieht es in der Praxis oft anders aus. Unternehmen haben ihre festen Strukturen und Prozesse und die alten Hasen wissen eh alles besser. Die Idee, die du hattest, hatte mit Sicherheit schon ein anderer, aber umgesetzt wurde sie trotzdem nicht. Das Ganze kann ziemlich frustrierend sein, aber auch hier musst du am Ball bleiben. Was immer gut ankommt, sind Kosteneinsparungen. Wenn du das bei der Präsentation deiner Idee berücksichtigst, hast du vielleicht eine Chance ;) Meistens muss man sich auch erst ein gewisses „Standing“ erarbeiten, um Vorschläge machen zu können. Wenn du aber wirklich gar nicht gehört wirst und merkst, dass du nur Dienst nach Vorschrift machen musst, solltest du dir etwas Neues suchen.

5. Du bekommst nicht automatisch Feedback

Die ersten Wochen sind rum und du hast das Gefühl, dass eigentlich alles gut läuft. Also bis auf den einen Kommentar im Meeting. Und die eine Mail, die irgendwie jeder falsch verstanden hat. Aber die war doch nicht so schlimm, oder? Zumindest war die eine Präsentation der Hammer! Oder? Es wird dir wahrscheinlich niemand sagen, wenn du nicht danach fragst. Manchmal werden dir nur deine Fehler aufgezeigt und Feedback bekommst du in den ersten drei Tagen und wenn du Glück hast beim Ende der Probezeit. Dein Chef wird wahrscheinlich zu beschäftigt sein, um dir jede Woche zu sagen, was gut lief und wo du noch an dir arbeiten musst. Deshalb musst du dir Feedback einholen, wenn du wissen willst, wo du stehst. Auch von Kollegen und anderen Vorgesetzten. Das zeigt, dass du kritikfähig und lernbereit bist.

 

Ich hoffe, der Beitrag war hilfreich oder zumindest unterhaltsam für dich! Hast du weitere Tipps für den Berufseinstieg?


 

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